#ECHOJAZZ2018

#ECHOJAZZ2018

ECHO JAZZ 2018
DER EINREICHUNGSZEITRAUM IST ABGESCHLOSSEN

Neuanfang für den deutschen Musikpreis

Berlin, 25. April – Den „ECHO“ wird es nicht mehr geben. Das hat der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie gestern in einer außerordentlichen Sitzung in Berlin beschlossen. Der ECHO sei viele Jahre ein großartiger Preis und zugleich zentrales Branchenevent mit vielen bewegenden Momenten und herausragenden Künstlerinnen und Künstlern gewesen. Auch steht für den Vorstand außer Frage, dass Deutschland als drittgrößter Musikmarkt der Welt zur genre- und generationsübergreifenden Auszeichnung von Künstlerinnen und Künstlern weiterhin Musikpreise mit Leuchtturm-Charakter braucht. Man wolle jedoch keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen werde. Das um den diesjährigen ECHO herum Geschehene, wofür der Vorstand sich entschuldigt habe, könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, man werde aber dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler in Zukunft nicht wiederhole.

Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich ziehe. In dieser Überzeugung nennt der Vorstand bereits erste konkrete Schritte: Er wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen. Im Zuge dessen werden auch die bisher involvierten Gremien ihre Tätigkeit einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll auch beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken.

Für die Konkretisierung der Änderungen wird sich der Vorstand die erforderliche Zeit nehmen. Mit dem erklärten Ziel, den neuen Preis im Sinne aller Künstler sowie der gesamten Branche zu gestalten, soll es im Juni einen Workshop geben, um möglichst viele Ideen und Erwartungen aus der Branche beim Prozess der Neugestaltung einzubeziehen. Gleichzeitig ist der BVMI bereits an Institutionen herangetreten, um die gesellschaftlich notwendige Debatte über die Kunstfreiheit und ihre Grenzen mitzugestalten.

Ausführliche Informationen zu den Verleihungen in den Bereichen Jazz und Klassik folgen in Kürze. Die Jazz-Preise werden am 31. Mai in Hamburg in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung verliehen. Im Fokus stehen die Künstlerinnen und Künstler und ihre Musik. 

 

NEWS | JAZZ-PREIS-VERLEIHUNG FINDET NICHT STATT

Die Verleihung des Jazz-Preises, die ursprünglich für den 31.5. auf Kampnagel geplant war, wird nicht stattfinden.
 
Angesichts der bevorstehenden Neupositionierung der deutschen Musikpreise ist es konsequent, die diesjährige Verleihung ausfallen zu lassen und sich ganz auf einen positiven Neubeginn der Musikpreise zu konzentrieren.
 
Die bereits im März von der ECHO JAZZ-Jury gewählten Preisträger werden auf Wunsch ihre Auszeichnungen persönlich erhalten.
 
Die Jury, bestehend aus unabhängigen Fachexperten aus dem Musik-/Medienbereich und Label-Vertretern, zeichnet folgende Künstler für ihre Leistungen aus (in alphabetischer Reihenfolge):
 
Ambrose Akinmusire
BamesreiterSchwartzOrchestra
Hanno Busch
Ron Carter
Scott DuBois
Kinga Głyk
Sebastian Gramss
Charlotte Greve
Wolfgang Haffner
Norah Jones
Cécile McLorin Salvant
Omer Klein Trio
Parisien, Peirani, Schaerer & Wollny
Michel Portal
Céline Rudolph
Antonio Sanchez
Andreas Schaerer & Hildegard Lernt Fliegen meets the Orchestra of the Lucerne Festival Academy
Sebastian Sternal
Markus Stockhausen
Chris Thile
Baptiste Trotignon
Les Liaisons Dangereuses 1960
 
Eine Übersicht über alle Nominierten und Preisträger ist hier zu finden. Hier finden sich auch ausführliche Informationen zur Jury und dazu, wie die Nominierten und Preisträger ermittelt wurden. [mehr]

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